An belanglosem Ort

Zwei Gärtner pflanzen Blumen ein.
Ich denk am Balkon: wie langsam sie sind.
Sie reden, es scheint wichtig zu sein
Und unten, am Vorplatz, spielt leise ein Kind.

Ein anderer Erdteil: Du gehst grad ins Bett,
Hier, auf meinem, gibt es bald Mittagessen.
Fünf Tage strecken sich zeitschwer und fett,
Sie trödeln mich an und ich muss sie messen.

Und ich denke daran, wie Du Dich berührst,
An den Brustwarzen, sanft, lustversessen,
Und Du verworrn meinen Worten nachspürst,
Und Dein Körper kann keines vergessen.

In der Ferne spielen sich Berge auf,
Die Sonnenverlieben treiben Sport,
Und ich weiß nicht wo und nehm alles in Kauf,
In einem Hotel, an belanglosem Ort.