Iphigenie
Was kann ich dir nur sagen, das mein Herz noch hält?
Du gehst mir entgegen und dein Lächeln dringt
In meine Seele, die dich kennt und dich besingt,
So leis', als wärst du schon nicht mehr von dieser Welt.
Ich bin der Schatten, der auf deine Sonne fällt,
Vor dieses Licht, das hellauf singend aus dir klingt,
Bin das Verderben, das sich selber nicht bezwingt,
und darum dich, so schamlos schwach, als Opfer wählt.
Schon regt sich sanft an Deinen Zügen eine Frau
Die in dir aufwacht, dir entblüht, anmutig geht
Und deren Augen fassen meine, ragen grau,
So voller Abgrund, ohne Halten in mich ein
Zu einer Liebe, die dies‘ Grau’n nicht übersteht
Die vor der Wahrheit nackt ist, hilflos und allein.